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Frage ohne Antwort

Die Zeit vergeht, doch du erscheinst mal wieder in meinem Traum. Ich habe mich für die Kunst entschieden und du dich für die Wissenschaft. Wir sind das Unausgesprochene. Das, was kein Ende findet auf einer anderen Ebene der Realität. Du bist Tausende von Kilometer weg, wir sprechen kein Wort miteinander, es gibt kein Bild von dir, und doch bist du da. Ich fühle, was uns verbindet. Es wird nie abbrechen.

Ich ertappe mich, wie ich die Vergangenheit mit der Gegenwart vermische. Es ist die Erinnerung an uns, an unsere gemeinsamen Erlebnisse, die ich nur mit dir hatte. Da waren unsere Familien. So verschieden wie nur möglich. Unsere Vergangenheit, jede auf ihre Art schmerzlich. Du warst gezeichnet von Enttäuschung und getrieben vom Leistungsdenken. Ich durch Dankbarkeit und Hoffnung, aber auch durch die Ungewissheit über meine berufliche Zukunft. Zehn Jahre lang habe ich für uns gelebt, gedacht und ich war mir so sicher, dass du ähnlich denkst. Wir wären so stark zusammen gewesen. Wir hätten die Welt verändern können. Oder habe nur ich das gedacht? War das nur meine Stärke?

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