Weihnachten war schon immer die Zeit, in der zusammenkam, was nicht mehr zusammen war. Heute ist nur noch ein Bruchstück davon übrig. Es ist anders. Es ist nicht mehr das, was es mal war. Schon wieder hänge ich an der Vergangenheit. Vielleicht weil mir die Gegenwart nicht gefällt. Und woran soll man sich sonst halten? Morgen ist ja auch nicht da. Schade um alles, was mal war, was auf ganz unsichtbare Weise seine eigenen Wege gegangen ist, obwohl ich es doch versucht hatte, aufzuhalten. Du solltest nicht gehen, du solltest da bleiben und mir weiterhin zeigen, wer ich bin. Darum ging es und darum wird es immer gehen mit anderen Menschen: Wie man sich mit anderen fühlt und was sie in einem hervorholen. Wir hatten unseren stillen Moment, in dem alles perfekt war. Nur der Zeitpunkt war verpasst.
Es war wohl tatsächlich nur Illusion. Ich habe aber immer weiter an uns geglaubt und ich habe dieses Gefühl immer weitergetragen. Es ist Illusion, es ist aber auch das, was die ganze Zeit gleich blieb. Wir wünschen uns das Alte zurück, weil es mit Gefühlen verbunden ist. Ich hänge ihnen hinterher. Sie sind das Kostbarste, das ich besitze.
Manche Dinge werden nicht besser, sie werden anders. Alles wird leiser. Und Einzigartigkeit bleibt als Erinnerung.